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Was ist eigentlich eine Aktie?

Eine Aktie ist eine Wertpapierurkunde über verbriefte Beteiligungs- / Miteigentumsanteile an einer Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkaptial beteiligt sind, ohne persönlich dafür zu haften. Der Besitzer von Aktien ist am Vermögen und am Bilanzgewinn / -verlust der Aktiengesellschaft (AG) beteiligt. Er ist Miteigentümer und erhält dafür bestimmte Rechte. Aktien haben keine Laufzeit.

Wie ist eine Aktiengesellschaft aufgebaut ?

Der Vorstand ( Unternehmensleitung ) einer AG ist die vom Aufsichtsrat bestellte und kontrollierte Geschäftsführung. Sie trifft die Führungsentscheidungen, wobei sie dem Aufsichtsrat ( 2/3 Aktionäre, 1/3 AN-Vertreter bei AG`s mit bestimmter Größenordnung ) regelmäßig Bericht erstatten muss. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt und vertritt die Interessen der Aktionäre. Der Abschlussprüfer bestätigt die ordnungsgemäße Buchführung.

Welche Funktion hat die Hauptversammlung ?

Die Hauptversammlung (HV) ist jenes Organ der Aktiengesellschaft, durch welches die Aktionäre im Rahmen ihres Aktienbesitzes ihre Rechte in den Gesellschaftsangelegenheiten ausüben. Das Stimmrecht wird entweder selbst, oder durch einen Vertreter wahrgenommen. Die HV tagt zumindest einmal pro Jahr. Sie entscheidet über wichtige Schritte des Unternehmens, wie zum Beispiel Übernahmen oder Fusionen, Satzungsänderungen, aber auch über die Höhe der auszubezahlenden Dividende. Weitere wichtige Beschlüsse der Hauptversammlung sind die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie auch Wahlen in den Aufsichtsrat und Kapitalmaßnahmen (Kapitalerhöhungen /- herabsetzugnen ). Es können dem Vorstand auch Fragen gestellt werden. Wichtig ist auch der so genannte „Verwässerungsschutz" für Aktionäre: Um zu gewährleisten, dass nach Kapitalerhöhungen oder Kapitalberichtigungen der bisherige Anteil eines Aktionärs erhalten bleibt, gibt es ein spezielles Vorkaufs- oder Bezugsrecht. Es wird auch an der Börse gehandelt, muss aber nicht verpflichtend wahrgenommen werden. Uneingeschränkt gelten diese Rechte allerdings nur für die Besitzer von sogenannten Stammaktien.

Welche Rechte hat der Aktionärs?

  • bei Stammaktien:  Stimmrecht, Auskunftsrecht, Bezugsrecht, Recht auf Liquidationserlös u. Dividende
  • bei Vorzugsaktien: Auskunftsrecht, Bezugsrecht, Recht auf Liquidationserlös u. Dividende

Was bedeuten diese Rechte:

  • Stimmrecht: Recht, in der Hauptversammlung oder gg. gestellte Anträge abzustimmen.
  • Auskunftsrecht: Recht, Fragen betreffend der Aktiengesellschaft an den Vorstand zu stellen (Satzungsänderungen, etc.)
  • Bezugsrecht: Vorkaufsrecht von Altaktionären auf junge Aktien bei Kapitalerhöhungen
  • Liquidationsrecht: Recht am restlichen Vermögenserlös bei Auflösung der Gesellschaft durch Konkurs, Beschluss der Hauptversammlung, Erfüllung des Satzungszwecks, Ablauf der in der Satzung bestimmten Zeit
  • Dividende:  Recht auf einen Teil des Gewinns lt. Hauptversammlungsbeschluss

Welche Aktientypen gibt es?

  • Namensaktien:  Lauten auf den Namen des Aktionärs u. werden im Aktienbuch eingetragen.
  • Vinkulierte. Namensaktien: Sonderform, erkennbar am Kurszettel durch den Zusatz „V-NA“
  • Inhaberaktien: Jeder Inhaber gilt als Eigentümer. Übertragung sehr leicht. Geläufigste Aktienform.
  • Stammaktien: Garantieren alle Rechte eines Aktionärs, besonders das Stimmrecht u. Bezugsrecht
  • Vorzugsaktien: Vorteil: höhere Dividendenausschüttung, meist kein Stimmrecht, begrenzte Ausgabe
  • Zwischenschein: Gelten bis zur vollst. Einzahlung des Grundkapitals oder Druck der Inhaberaktien.
  • Junge Aktien:  Ausgabe junger Aktien bei Kapitalerhöhungen, daher künftig mehr Aktien auf dem Markt
  • Belegschaftsaktien:  Mitarbeiter der AG können eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem Vorzugspreis erwerben, Sperrfrist beachten

Häufige Einflüsse auf den Aktienkurs:

Im Vordergrund stehen primär Angebot und Nachfrage, die im Wesentlichen mit der allgemeinen Wirtschaftslage sowie den künftigen Erfolgsaussichten der AG und Branche gekoppelt sind. Erfolg oder Misserfolg des Managements spiegeln sich auch im Kurs. Unternehmensanalysen, psychologische Faktoren und Spekulation runden die Einflüsse auf den Aktienkurs ab.

 
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